Donnerstag, 8. oktober 2009
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Seit einiger Zeit gehe ich noch liebevoller mit mir um. Ich habe immer mehr Verständnis für meine Anteile, so dass ich nun viel leichter mit meinen Gefühlen umgehen
kann.
Natürlich hat dieser liebevolle Umgang mit mir auch eine grosse Auswirkung auf mein Umfeld. So stelle ich zum Beispiel fest,dass sich gerade die Beziehung zu meinem Sohn sehr verändert hat. Wo
ich früher eher im "roten Bereich" war und mehr auf seine Bedrürfnisse geachtet habe, habe ich mir nun mehr Platz für mich geschaffen. So frage ich mich zum Beispiel sehr oft: Wie möchte ich
es haben? (z. Bsp. Hausaufgaben) Was möchte ich, das mein Sohn machen soll? Und wenn ich dann eine Antwort von mir auf diese Frage habe, dann kann ich meinem Sohn Anweisungen geben und dann werden
sie auch erledigt. Früher war es oft so, dass mein Sohn nie das machte was ich wollte und ich deshalb das Gefühl hatte, mein Sohn gehorcht mir nicht. Heute hat sich das verändert. Natürlich
kann es sein, dass ich ihn nochmals an etwas erinnern muss. Doch das empfinde ich nicht mehr als Ungehorsamkeit, sondern viel mehr als: "Gilt deine Grenze noch?"
Ich merke, wie ich auch mit ihm viel verständnisvoller umgehen kann. Ich schimpfe nicht gleich mit ihm, sondern habe Verständnis für ihn und kann ihn manchmal sogar schon bei
seinen Gefühlen abholen. Ich habe gelernt, einfach für ihn da zu sein, anwesend zu sein. Genau so, wie ich für mich und meine Anteile da bin. Denn oft genügt das bereits, jemanden
liebevoll in den Arm nehmen und einfach anwesend zu sein.
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veröffentlicht in: Kinder
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